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Chaos der Gefühle

Chaosqueen
Beiträge:39

Tina
Offline

#1
Chaos der Gefühle



Schon seit einigen Wochen war Ella mit den Kindern alleine zuhause. Was mit einem harmlosen Streit begonnen hatte, war damit geendet, dass Marty sich auf Geschäftsreise verabschiedet hatte. Diese dauerten in der Regel nur ein paar Tage, meist handelte es sich um Fortbildungen, die bis zu einer Woche dauern konnte. Doch diesmal war alles anders und Marty schon mehr als sechs Wochen verschollen. An sein Handy ging er nicht und auf Ellas unzählige Nachrichten waren stets Antworten gekommen wie Ich komme bald.... Die Brünette hatte in den letzten Wochen ganze elf Kilo abgenommen und auch so ging es ihr schlecht. Dass ihre Ehe krieselte wusste sie seit längerem, doch bisher hatte sie immer noch die Hoffnung gehabt, sie würden irgendwie die Kurve kriegen. Doch danach sah es derzeit nicht aus und die Dunkelhaarige machte sich Vorwürfe, wieso sie nicht eher für ihren Ehemann gekämpft hatte. Wieso hatte es so weit kommen müssen?

Auch Weihnachten war er nicht nach Hause gekommen und die 29-Jährge hatte das Fest der Liebe mit den Kindern alleine gefeiert bzw. war am Boxingday zu ihrer Mutter gefahren, nachdem sie vergeblich auf den Vater ihrer Kinder gewartet hatte.

Dieser Tag war genau wie viele anderen der letzten Wochen. Die Kita hatte zwischen den Feiertagen geschlossen, sodass Lily schon seit Weihnachten zuhause war und der Haushalt kam noch kürzer als sonst. Auch wenn Marty nie viel im Haushalt gemacht hatte, hatte er sich zumindest um die Kinder gekümmert, wenn er zuhause war, sodass die zweifache Mutter Zeit für den Haushalt hatte.

Ella hatte mit ihren Kindern gefrühstückt, hatte den Tisch abgeräumt und sich dann mit den Liam und Lily ins Wohnzimmer verzogen, wo Lilly mit ihrer Spielküche spielte und Ella mit Liam einige erste Laufversuche startete.
10.03.2019, 13:20

Junior Member
Beiträge:14

Louise
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#2
RE: Chaos der Gefühle



Nie im Leben hätte Marty gedacht, dass es einmal so weit kommen würde. Er liebte Ella und seine Kinder über alles, doch der eigentlich harmlose Ehestreit, der klein angefangen hatte war einfach so unfassbar doll eskaliert, dass Marty beschlossen hatte, ersteinmal zu verschwinden.
Ja, vielleicht war das eine verdammt feige und fragwürdig Aktion gewesen, doch er konnte einfach nicht mehr.
Ella hatte er erzählt er wäre auf Geschäftsreise, doch in Wahrheit war er zu seinen Eltern nach England gefahren.
Warum er ihr nicht die Wahrheit gesagt hatte, das konnte er sich selber nicht erklären. Aber er war gegangen und das unwiderruflich.
Seine Eltern waren not so amused gewesen, als er ihnen alles erzählt hatte, doch sie wären nicht seine Eltern, wenn sie ihn nicht bei sich hätten wohnen lassen.
Marty hatte vor gehabt bloß ein oder zwei Wochen weg zu bleiben, doch aus den zwei Wochen wurden letztendlich 6 Wochen...selbst Weihnachten war er nicht zuhause. Doch nicht weil er nicht gewollt hätte, nein die Flüge waren aufgrund eines Blizzards gestrichen worden.
Am Anfang hatte Marty noch viel mit Ella geschrieben, doch im Laufe der Zeit wurde der Kontakt immer weniger.
Er vermisste seine kleine Familie sehr, wusste, dass er gerade sehr viel verpasste. Für ihn stand fest: er musste zurück und nachdem er ein Gespräch mit seinen Eltern geführt hatte, flog er wieder zurück nachhause.

Seit Stunden hatte er nichts gegessen, war er doch verdammt aufgeregt, hatte sogar etwas Angst. Hunderte von möglichen Szenen malte er sich in seinem Kopf aus, wie Ella auf seine Rückkehr reagieren werde auch wenn er wusste, dass wohl keine Szene exakt so wie in seinem Kopf eintreten würde.
Ella würde sauer , nein unfassbar verletzt sein, das wusste er. Und er hatte schreckliche Angst, dass er sie nun endgültig verloren hatte. Das wollte er nicht, liebte er sie doch so sehr.

Himmel war ihm schlecht, als er aus dem Taxi stieg und den Koffer hinter sich her ziehend zum Haus ging. Es war verdammt kalt und Schnee lag auf der Einfahrt. Es dämmerte bereits und aus dem Wohnzimmerfenster strahlte warmes Licht, vermutlich hatte Ella den Kamin angemacht.
Mit zitternden Händen öffnete er die Tür und eine wohlige Wärme schlug ihm entgegen.
Leise schloss er die Tür hinter sich, zog Jacke und Schuhe aus und stellte den Koffer beiseite.
Sein Herz raste und augenblicklich rasten alle möglichen Szenen an seinem inneren Auge vorbei.
Jack war der Erste, der ihn bemerkte, lag er doch auf seiner Decke im Flur. Gähnend hob er den Kopf und tapste langsam zu Marty und wedelte mit dem Schanz, ls er ihn erkannte.
"Na mein Junge, hast du gut auf alle aufgepasst?" flüsterte Marty und tätschelte seinen Kopf, eh er leise Richtung Wohnzimmer ging.
Marty stand im Schatten des Flures und spähte ins Wohnzimmer, wo Lily gerade eine Teeparty veranstaltete. In der Ecke saß Ella mit Liam...himmel war er die letzten Wochen groß geworden. Marty hatte augenblicklich einen Kloß im Hals und er hasste sich dafür gegangen zu sein.
Er atmete tief durch und betrat das Wohnzimmer.
"Daddy!!!" rief Lily strahlend als sie ihn erblickte, ließ alles stehen und liegen und rannte auf ihn zu.
"Hey mein Schatz" sagte Marty leise, nahm sie auf den Arm und drückte sie an sich.
Tränen stiegen in seine Augen, doch er versuchte sie zu verdrängen und gab Lily einen Kuss auf ihren Kopf.
"Gehts dir gut?" flüsterte er und Lily nickte strahlend.
Vorsichtig setzte er sie wieder am und hockte sich hin. Liam hatte ihn mittlerweile auch bemerkt und stieß ein Glucksen aus, während er wackelig versuchte auf ihn zu zu gehen. Doch bevor er auf seinen Popo fallen konnte, weil die Schwerkraft wieder stärker war, fing Marty ihn auf und drückte ihn an sich. "Hey Großer" Liam lachte und sah Marty mit seinen großen Augen an.
Marty Blick ging nun zu Ella. "Hey.." sagte er leise und schluckte schwer, wusste nicht so Recht, as jetzt passieren würde.
"Es tut mir so leid Ella.."
13.03.2019, 09:38

Chaosqueen
Beiträge:39

Tina
Offline

#3
RE: Chaos der Gefühle



Ellas Herz blieb fast stehen, als sie dieses Geräusch hörte. Immer wieder hatte sie in den letzten Wochen geglaubt dieses Geräusch gehört zu haben, das Türschloss, Martys Schritte im Flur, das Klirren, wenn er den Schlüssel auf der Kommode ablegte. Doch immer wenn sie gedacht hatte da wäre etwas und euphorisch zur Tür gestürmt war, war es wieder nur der Wind oder der Postbote, der einen Brief in den Briefkasten geworfen hatte. Deswegen reagierte Ella gar nicht mehr, wenn sie wieder glaubte ihren Ehemann zu hören.

Doch heute war es anders und sie war sich 100%ig sicher, dass sie sich die Geräusche nicht eingebildet hatte und doch drehte sie sich nicht um, sondern bewegte sich nicht. Auch wenn Lily nicht gerade leise war, während sie kochte, glaubte Ella ihren eigenen Herzschlag hören zu können und hatte mit eine, Mal unglaubliche Angst. Seit sie Marty kannte, waren sie noch nie so lange getrennt voneinander gewesen und die Situation zwischen Marty und Ella war angespannter denn je.

Es vergingen gefühlt Minuten, bis Marty im Wohnzimmer stand und Lily als erste auf ihren Vater aufmerksam wurde und gleich auf ihn zustürmte. Zu sehen, wie sehr die Vierjährige ihren Vater vermisst hatte versetzte Ella einen weiteren Stich ins Herz und die 29-Jährige drehte den Kopf in Richtung ihres Mannes, als Liam es tatsächlich das erste mal schaffte ein paar Schritte ganz ohne irgendeine Hilfe zu gehen. Die Tränen schossen ihr in die Augen, als sie tatsächlich ihren Mann vor sich stehen sah.

Es war, als würde Ella jemand die Kehle zuschnüren und sie brachte kein Wort über die Lippen, als Marty mit ihr sprach. Gerade war alles zu viel für die zweifache Mutter und sie hatte das Gefühl, dass die Fassade, die sie sich in den letzten Wochen aufgebaut hatte, wie ein Kartenhaus zusammenfiel und die Hausfrau nicht mehr Herrin ihrer Gefühle war. 1000 Sachen gingen Ella durch den Kopf, doch sie brachte kein Wort hervor. Sie hatte sich nichts anderes gewünscht, als dass Marty endlich wieder nach Hause kam und jetzt war er hier und alles war anders, als in den Vorstellungen der Dunkelhaarigen.

Lily kam gleich wieder zu ihrer Mutter gelaufen, als Ella weinte und die 29-Jährige flüchtete sich in eine Umarmung mit ihrer Tochter, um irgendwie der Situation zu entkommen.
17.03.2019, 21:26



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